Ralf Hussmann: Nicht mein Tag.

„Man guckt die Leute immer nur vor’n Kopp.“  Selten hab ich Heimatgefühle, aber manche Dinge kann sprachlich nur der Ruhrpott.
Kein literarisches Meisterwerk dieser Roman, aber kurzweilig und spannend und gar nicht so simpel, wie man zu Beginn vermutet. Eigentlich ein Buch über die Midlife Crisis eines 40jährigen mit Frau und Kleinkind. Der ist leider Bankangestellter und findet das selber total öde. Automarken spielen eine große Rolle: Subarus und Mustangs vor allem. Dazu kommt ein Szenario aus bunten Figuren und leicht schlampigen Mädels. Und einem wirklich Bösen – also der mit der Knarre -, mit dem unser Hauptdarsteller sich innerlich verbrüdert, weil dessen Träume noch mehr in die Hose gehen als seine eigenen. Ach ja, grundsätzlich geht es um einen Banküberfall, eine Geiselnahme, die zwischendurch mal keine mehr ist und einen Rückblick auf 40 gelebte Jahre. Und am Schluss wird klar, die Verantwortung dafür wie das eigene Leben verläuft trägt man allein. „Und nichts wird besser.“

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