Archiv für die Kategorie 'Was tun mit Kind'

Wandern in der Bremer Schweiz

Sonntag, 25. September 2011

Ab welchem Alter kann man mit Kindern wandern? Also so, dass man sie weder die Hälfte des Weges tragen müsste noch dass sie die ganze Zeit rummeckern, wann man endlich da sei…

Bei schönstem Herbstwetter sind wir deshalb mit unserem Siebenjährigen nach Bremen-Leuchtenburg gefahren und haben uns dort den von der Aktionsgemeinschaft Bremer Schweiz vorgeschlagenen wunderbaren Rundweg erwandert. Zwei Stunden waren wir gemütlich unterwegs. Der Startpunkt sah schon vielversprechend aus:



Wirklich schön ging es dann abwechslungsreich weiter durch Feld, Wald und Flur – über Apshaltwege und Trampelpfade, durch unterschiedlichste Wälder und  an Kühen vorbei.  Zweimal über das Flüsschen Aue (eben Rundweg). Highlight war ein Rückenschwimmer, der von der Brücke ins Nass hüpfte und den allein der Sohnemann bestimmen konnte (ja, das ist was Käferartiges).

Am Ende der Wanderung ließen wir uns in Bruns Garten nieder und aßen auf der Terasse Kuchen und Eis. Für Kinder gibt es einen großen Garten und einen kleinen Spielplatz . Wunderbar.
Das hat also schon mal gut geklappt. Der junge Herr war wirklich begeistert. Harz und Lüneburger Heide können kommen. Und dann nächstes Jahr der Schwarzwald…

Zoo Hannover

Dienstag, 14. April 2009

3.50 fürs Parken, 19.50 Tageskarte Erwachsener, 13.50 für ab Dreijährige. Familienkarten gibt es nicht. Schluck. Trampolinspringen 1 Euro, Kinderschminken 4 Euro. Die Wege gehen an Souvenirshops vorbei und zwischen FastFood-Anlagen durch („Mama ich will Pommes.“ „Mama ich will Eis.“ „Mama ich will als Tiger geschminkt werden.“ „Mama ich will Pommes.“ etc.). Für Getränke und Snacks an den Buden bezahlt man wie erwartet Mondpreise. Das dazu. Wir hatten also Picknick mit.
Wir befinden uns in einem Erlebnis-Zoo. Gut daran ist, dass die Tiere recht artgerecht gehalten werden. Dafür sieht man sie natürlich meist nicht so gut. Dagegen setzt der Zoo mit Tiershows,  Fütterungen, Bootsfahrten, Streichelzoo, Sommerrodelbahn, sehr viel Grün und Tarnfarben-Architektur. Sehr schön ist der Abenteuerspielplatz ‚Brodelburg‘ mit angrenzender recht netter Gastronmie. Architektonisch und landschaftsbautechnisch ansprechend gibt es viele Bauten zum Klettern und Rutschen, Gratis-Trampoline und einen sehr schönen Wasserlauf zum Matschen und Stauen. Wenn man nah genug wohnt, lohnt sich hier eine Jahreskarte sicher sehr. Ostermontag mit 22 Grad ist allerdings massen- und somit elternentspannungstechnisch nicht der beste Tag für den  Zoo in Hannover. Fazit: Wie immer in den  modernen Zoos kann man sich alles an einem Tag gar nicht angucken. Schaffen will man aber trotzdem viel. Ich bin ja eher für kleinere Tierparks, die nicht so viel Eintritt kosten und nur einen halben Tag dauern. Danach ist man dann nicht so fertig bzw. quengelig, weil überreizt und müde.  Als das was er sein will ist der Zoo in Hannover aber empfehlenswert.

Indoor-Spielplätze

Montag, 23. Februar 2009

Was tun bei Dauerregen? Alle Museen im Umland die man mit Vierjährigen besuchen kann haben wir durch, also auf ins Abenteuer Indoor-Spielplatz. Also… letztendlich war es schön für die Kinder. Anfangs hat sich unser nicht-gerade-leiser Sohnemann doch tatsächlich ob des Lärms die Ohren zugehalten. Nachdem das Terrain erkundet war, ging es los: Trampolin, Hüpfburgen, Softball-Kanonen, Klettergerüste, Bällebad und Rutschen. Anstrengend waren allerdings die (zusätzlich zum nicht gerade günstigen Eintrittspreis) zu bezahlenden Fahrgeschäfte und Süßigkeitenautomaten. Und das Essensangebot war wirklich nix für verantwortungsvolle Versorger: Süßigkeiten en masse, immer schön in Sicht der Kinder und Pommes&Co satt. Warum kann man da nicht auch Obst, gesunde Sandwiches  und Salate anbieten? Für die Erwachsenen war es außerdem zu laut und wuselig und nicht wirklich gemütlich. Dafür waren die Kinder – müdegetobt – früh im Bett. Ach ja, besucht haben wir das Bremer Abenteuerland.

Elefantastisch!

Donnerstag, 19. Februar 2009

„Die Welt ist elefantastisch, sie ist wunderschön…“ Unsere derzeitige Lieblingssendung – leider in den frühen Morgenstunden des TV-Programms versteckt. Seit Weihnachten allerdings schafft der Festplattenrecorder Abhilfe. So kann mein Vierjähriger nach dem Kindergarten mit dem kleinen Blauen runterkommen und ich hab auch noch ein gutes Gefühl dabei. „Die Sendung mit dem Elefanten“ ist gemeint. Ich finde sie ideal für Dreijährige aufwärts. Und die Elefanten-Sendung läuft jeden Tag (außer am Wochenende) eine halbe Stunde und ist mit ihrem Mix aus Moderatoren, Cartoons (das blaue Rüsseltierchen hat einen niedlichen rosa Hasen an seiner Seite), Bastelideen, Zaubertricks, kleinen Filmchen (z.B. Nulli&Priesemut), Bilderrätseln und Liedern sehr nett gemacht. Anke Lepanke (Anke Engelke) ist regelmäßig und immer interaktiv dabei: sie singt zum Beispiel BiBaButzemann „auf“ Tango, Walzer und Rock`n´Roll und macht anderen Quatsch. Letztens kam sogar eine wirklich gute Spinnenfolge, an der der junge Herr Spaß hatte – im Gegensatz zu seiner Mutter… Im Übrigen sitze ich immer dabei, denn es gibt ja so viel zu fragen, zu kommentieren und zu teilen.
Tipp: „Flimmo“ – der medienpädagogische Ratgeber, der aktuelle Fernsehsendungen nach Kindertauglichkeit einordnet und sie nach Alter geeignet sortiert – liegt in Bibliotheken, Apotheken und Behörden aus.

Phänomenta Bremerhaven

Montag, 16. Februar 2009

Man muss sich zwar erst mal orientieren wenn man hereinkommt, aber dann erschliesst sich einem die Phänomenta schnell. Viel viel  kleiner und selbstgestrickter als das Universum in Bremen ist sie ideal für Kindergartenkinder. Man kann hier Brückenbauen (eine „echte“ zum Darüberlaufen und eine aus schmalen langen Bausteinen), ein Radio mit dem Fahhrad zum Erklingen bringen, optische Täschungen und Spiegel ausprobieren, sich in eine überdimensionale Lochkamera setzen,  den Drehstuhl mit einem Handrad in Gang setzen, Pendel pendeln lassen, ausprobieren welche der verschiedenen Rollstrecken die schnellste ist, sehr viele Puzzle und Würfelspiele spielen, Musik machen und hören… – und die obligatorische Wassersäule zum Kurbeln gibt es natürlich auch. Zwei weitere Attraktionen wurden uns von einem Mitarbeiter angeboten: eine Reise zum Mittelpunkt der Wärme und ein Besuch im Chemielabor (die zweite für 2,50 Euro pro Kind zusätzlich). Also ging es erst einmal in einer rasanten Fahrt mit einem sich rüttelnden und schüttelnden Fahrstuhl inklusive „Sprengungsgeräuschen“ in 5000 Meter Tiefe ins Innere der Erde.  Im Dedesdorfer Salzstock unter der Weser wurde die Geothermienutzung erklärt (sehr charmant mit einer batterieschwachen Taschenlampe). Unser Sohn war allerdings etwas irritiert, als wir aus dem Salzstock durch eine Tür tretend – ohne Rückfahrt mit dem Aufzug – plötzlich wieder „oben“ waren. Im Chemielabor durften die Kinder dann Centstücke versilbern und  vergolden: mit Laborkittel und Schutzbrille, Salzsäurelösung und Bunsenbrenner.
Und danach ein Fischbrötchen im Schaufenster Fischereihafen.

Botanika & Rhododendronpark Bremen

Samstag, 14. Februar 2009

Wieder einmal gab es mehr als ich erwartet hatte. Acht Euro pro Erwachsenem, dafür drei selbstausgesuchte Teebeutel und unser 4jähriger hat freien Eintritt. Wir starten im Entdeckerzentrum: es gibt die verschiedenen Verwesungsstadien eines Hasen zu sehen, man kann eine Wolfsspinne und Käfer unter einer Lupe studieren, mit einem Fahrrad Wind erzeugen, den Lauf der Sonne simulieren und wenn man die Photosynthese an der interaktiven Schautafel richtig erklärt, bekommt man zur Belohnung … na? Traubenzucker. Spiralförmig gelangt man in die nächste Etage. Zentrum ist hier das Liegekino, an dessen Decke ein leicht meditativer Film mit Namen „Hummelflug“ läuft. Aber auch hier gibt es viele Mitmachstationen: die Grundfarben können gemischt werden, man kann durch eine Facettenaugen-Brille schauen und so erfahren, wie Fliegen sehen. In Sand kann man verschiedene Fußabdrücke herstellen.  Aquarien und große weiche Bausteine als Spielecke sind die letzte Station bevor man in die Welt fliegt.  Eine nachgebaute Flugzeugkabine simuliert die Reise in asiatische Erdteile. Himalaya-Landschaften, Buddhastatuen, Gebetsmühlen mit denen man Mantras zum Himmel schicken kann, ein chinesicher Teepavillon in dem wir unsere Teebeutel aufbrühen können und eine kleine Pause machen, ein Wasserfall, Brücken, Berge, eine Aussichtsplattform und viele schöne Pflanzen. Dann machen wir einen Abstecher in die Sonderausstellung mit tropischen Schmetterlingen, die teilweise recht groß, immer wunderschön und recht „zahm“ sind – sie setzen sich auf Köpfe und Kapuzen. Man kann auch Schmetterlingspuppen sehen und an Essstationen schauen, wie die Rüssel arbeiten. Wieder zurück in der Botanika landen wir schliesslich im japanischen Garten: Hauptattraktion sind hier die Kois, die man unter Anleitung  füttern darf. Kois haben keine Zähne, kommen mit dem Kopf richtig aus dem Wasser heraus und schlürfsaugen das Futter aus der Hand. Ein prima Ausflug, besonders an einem nass-kalten Wintertag. Wir sind auch schon gespannt auf den um die Botanika herumliegenden Rhododendronpark, der schon jetzt in der Winterstarre wunderschön aussieht. Im Sommer gibt es dort wohl Schildkröten und der eine von den zwei Spielplätzen hat uns auch sehr gut gefallen.

Universum Bremen

Sonntag, 25. Januar 2009

Mensch, Erde, Komos. Allein für die erste Abteilung haben wir anderthalb Stunden gebraucht. Und der Vierjährige war so begeistert, dass er in diesem Museum alles anfassen durfte und sogar musste! Den eigenen Schatten per Blitz an die Wand projizieren, mit einem Pendel Muster in den Sand machen, rudern und ein Skelett die eigenen Bewegungen nachmachen lassen, Geräusche per Fuß erzeugen, sich in  verschiedenen Spiegeln angucken die einen klein, dick, lang usw. machen… Es gibt Riechspiele, optische Täuschungen, Seile die fliegen, ein Erdbebensofa, eine „Fahrt“ in einem U-Boot, man kann (Sand-)Vulkane ausbrechen lassen, mit Magneten experimentieren, einen Mini-Tornado sehen, Wüstenstürme selber machen, Dinofilme gucken, Herzschläge verschiedener Tiere vergleichen und auch seinen eigenen hören, ausprobieren wie viel schwerer man ist, wenn man von oben auf die Waage springt, sich beklatschen und wiegen lassen… Und das Tollste, weil auch ein bisschen gruselig: der Taktil-Dom – in totaler Finsternis sich mit den Händen vorwärts bewegen (in der kurzen, leichten Variante oder schwerer mit Bücken und engen Gängen). In der Pause (der Erwachsenen) können die Kinder in der „Milchstraße“ mit verschiedenen Seilwinden Säcke hochhieven, mit Mikroskopen forschen, wiegen und bauen, sich im Fernsehen sehen, sich rückwärts sprechen lassen, träumen und experimentieren. Auf dem Außengelände gibt es noch den Entdeckerpark der im Eintrittspreis enthalten ist, den wir aber nicht mehr besucht haben weil unser niemalsmüder junger Herr total geschafft war. Außerdem gibt es wohl regelmäßig Sonderausstellungen. Einzig sind wir uns nicht einig, ob das Universum von außen eine Muschel (Onkel) oder ein Wal (junger Herr) ist. Super Tagesausflug!

Überseemuseum Bremen

Freitag, 16. Januar 2009

Ja, das hat sich gelohnt. Da unter sechs, zahlt der junge Herr nix und für uns zwei anderen waren es zusammen 13 Euro. Und dafür hat man drei Etagen zu besichtigen (und das Lager/Schaumagazin, aber das haben wir nicht mehr geschafft). Unterteilt nach Ozeanien/Asien, Amerika/Afrika und Evolution/Bremen und wirklich gut gemacht. Im Erdgeschoss ausgestopfte Tiere, Walskelette, Krokodilschädel, Masken, Fische (echte eingelegte und aus Plastik), Musikinstrumente (Gongs, Glockenspiele zum Ausprobieren), Regenwaldschaufenster, Buddhas, ein Gewürz-Riechspiel, Boote, ein künstliches Korallenriff. Im zweiten Stock Tiere und Schaukästen (afikanischer Markt, Indianerdorf) und im dritten dann zum Beispiel ein Dinosaurierskelett und ein Bremer Kolonialwarenladen.
Das Bremer Überseemuseum kann man also auch schon mit einem Viereinhalbjährigen empfehlen.

Deutsches Auswandererhaus Bremerhaven

Donnerstag, 15. Januar 2009

Auswandererhaus

Bremerhaven ist nicht weit und so wagen wir einen Museumsbesuch mit unserem 4,5 Jährigen – denkend dass er eigentlich noch zu jung sei. Wir fahren in das deutsche Auswandererhaus. Als erstes steht man (im Museum) am „Hafen“ mit lauter lebensechten Figuren und schaut an einem riesigen „Schiff“ hoch.  Später kann man auch die Brücke erklimmen, was für die nachrückenden Besucher, die nun unten stehen noch mehr Echtheitseffekt hat. „Im“ Schiff kann man dann rumlaufen und sich zum Beispiel im Essensraum und  bei den Kojen neben den lebensechten Figuren aufhalten. Mit der Eintrittskarte erhält man den Namen eines Auswanderers, dessen Biographie man verfolgen kann. Man kann auch Biographien recherchieren.

Nordsee ohne Gezeiten

Freitag, 22. August 2008

Ja da muss man sich erst dran gewöhnen, dass – endlich in der Nähe des Meeres wohnend – das Wasser eigentlich immer weg ist. Also Ebbe halt. Glücklicherweise haben wir von der Nordseelagune auf der Halbinsel Butjadingen gehört. Familienkarte für 10 Euro. Dann erwartet einen eine wirklich nette, saubere Strandlandschaft mit Schwimmer- und Nichtschwimmerbereich. Wasserspeiende Wale im Wasser, Steine zum Trockene-Fußes-Rüberkommen, eine Insel mit Matschspielgeräten, eine Rutsche, eine Fähre, Tretboote… Dazu ein Kiosk und ein kleines Café. Umziehkabinen, WCs, Duschen, eine große Wiese (wo man auch Strandmuscheln aufstellen darf) mit Spielplatz, Strandkörbe zum Mieten, gratis-Sonnenschirme… Der ideale Tagesausflug mit Kindern.